Die Ausbildung - Balance & Harmonie

Lusitanostute Fee - Training mit Hund im Gelände ( Foto: Andrea Wolf )
Lusitanostute Fee - Training mit Hund im Gelände ( Foto: Andrea Wolf )

Balance & Harmonie - das ist sowohl Ziel als auch Voraussetzung für ein physisch und psychisch gesundes Pferd. Außerdem ist es ein wunderbares Gefühl für das sich all die Mühen lohnen, die wir auf unserem Weg zum guten Pferdemenschen auf uns nehmen. Abkürzungen und unfaire Hilfsmittel oder Gewalt werden das Pferd vielleicht zeitweise gefügig machen, jedoch werden solche Reiter niemals in den Genuss kommen, die Glückseligkeit von Augenblicken perfekter Harmonie zu fühlen. 

 

"Balance" ist nicht nur für den Reitersitz oder den Körper des Pferdes wichtig. Balance sollte in allen Bereichen herrschen: Hufe, Ernährung, Haltung, Sattel, Umgang… Es ist einfach ein unerschöpfliches Thema. Je mehr man weiß, desto mehr hat man das Gefühl, zu wenig zu wissen. Aber gerade das macht es auch so spannend und interessant.

Ist einer der Faktoren stark außer Balance, entstehen über Kurz oder Lang Probleme. Manchmal sind es nur Kleinigkeiten, manchmal kann es aber mit der Zeit zu einem großen Problem werden. Oft haben schon kleine Veränderungen einen großen Effekt, gelegentlich dauert es auch sehr lange, bis sich Änderungen einstellen. Wir haben es in der Hand. Als Mensch möchten wir, daß das Pferd mit uns zusammenarbeitet, streben nach Harmonie und Balance - hier liegt es an uns, uns ständig weiter zu bilden und hart für dieses Ziel an uns selber zu arbeiten. Denn nur das bringt uns wirklich weiter.  

 

Harmonie und Balance sind untrennbar verknüpft mit Vertrauen. Ich sage immer:"Vertraue deinem Pferd, dann vertraut es dir." Das ist natürlich nur möglich, wenn man auch ein gutes Selbstvertrauen hat und seine Fähigkeiten richtig einschätzen kann. Da begegnet einem von kompletter Selbstüberschätzung bis hin zu "das eigene Licht unter den Scheffel stellen" so ziemlich alles in der Reiterwelt… Reiten ist ein Risikosport, es ist wichtig, nicht leichtsinnig zu sein und seine Grenzen zu kennen. Auf der anderen Seite kann man seine Grenzen nur verschieben, wenn man auch mal Herausforderungen annimmt. Mit entsprechender Unterstützung kann man viel durch solche Herausforderungen lernen - über sich selbst und seine eigenen Möglichkeiten zum Beispiel. 

 

 

Bodenschule

Foto: Andrea Wolf
Foto: Andrea Wolf

Am Boden schaffe ich die Grundlage für das Reiten. Vertrauen, Respekt, Timing, Angemessenheit. Wann agiere ich wie und in welcher Intensität? Wie wirkt sich meine Körperhaltung und Gestik auf mein Pferd aus? 

Wie kann ich schon vom Boden für eine optimale Verständigung sorgen, damit mein Pferd mich auch versteht, wenn ich im Sattel sitze? Das Training beginnt, wenn ich mein Pferd von der Wiese hole und hört auf, wenn ich es wieder auf diese entlasse. Führtraining beginnt nicht in der Reitbahn, sondern findet schon statt, wenn ich das Pferd zum Putzplatz führe. Die Bodenschule ist ein sehr spannendes und effekives Training, das mir viel über mich und das Pferd verrät. Ganz nebenbei verändert sich das Verhältnis zueinander positiv. Egal auf welchem Ausbildungsstand, hier kann jeder noch etwas über sich und sein Pferd lernen…